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PK3 - 01 - Einen überwiegenden Anteil an Krankheitsgewinn nutzen gerade Angstkranke




Ja - einen überwiegenden (also keinen "sekundären" ;-) Anteil an Krankheitsgewinn nutzen (ausnutzen?) gerade Angstkranke. Sie stellen (unbewusst) die Frage: "Wozu nutzt es mir?" und entwickeln einen 7. Sinn für diese Art sozialer Begünstigung, denn sie können den - Ihren - Problemen so aus dem Weg gehen, in dem sie sich tiefer in ihre Krankheit flüchten und sich obendrein allen Zuwendungen sicher sein. Der sekundäre Krankheitsgewinn kennzeichnet die äußeren Vorteile, die ein Betroffener aus bereits bestehenden Symptomen ziehen kann. Ähnlich der Zuwendung, die ein Kranker von seinem Umfeld erhält oder die Befreiung von alltäglichen Aufgaben und Pflichten. Es ist "einfach", Problemen aus dem Weg zu gehen, sie nicht sehen zu wollen/zu können, sich in eine Krankheitssymtomatik zu flüchten, sich zurück zu ziehen und die Wunden zu lecken - und für all das auch noch Anteilnahme und Zuwendung zu erhaschen. Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme der (für Betroffene so wichtigen) sozialen Bezugspersonen werden verstärkt, und von den Angstbetroffenen auch eingefordert. - Das sind doch echte Vorteile, die ich nicht missen mag. So scheint es zumindest. Der sekundäre Krankheitsgewinn ist eine "kann/muss-nicht-Bestimmung". Die wenigsten Angstkranken sind sich über die realen Vorgänge wirklich bewusst! Sie handeln eher unbewusst, sind aber von ihrer Angstkrankung gesteuert und abhängig. Eines ist ihnen jedoch sofort klar: ich genieße sehr schnell auch gewisse Vorteile, wenn es mir nicht gut geht, ich leide und "Schmerzen" habe, und, ich werde schnell von anderen "Lasten" befreit und kann mich "ausruhen". - Warum - fragt euch mal ehrlich - sollte ich diese Pfründe aufgeben?! - Auch das erscheint einleuchtend. Das Schlimmste und wirklich Verheerende ist jedoch, dass diese "Genusssucht" eine schier unerschöpfliche Quelle des Widerstandes gegen die Beseitigung der wahren Gründe einer Angst- und Panikerkrankung darstellt :-(( Nicht selten kann es durch diesen "Zugewinn" leicht in chronische Handlungen ausarten und somit steht dann das Ganze einem zufriedenen und gesunden Umgang mit der Angst auch zukünftig maßgeblich im Wege rum. Auch nicht selten mutieren hypochondrische Wehklagen oder eine allg. ängstlich-überbesorgte Einstellung zu einer typischen Fixierung auf die Angsterkrankung schlechthin - und deshalb auch (oder sogar nur?!) auf die "Gewinne"! Die Beschwerden werden monoton wiederholt - von anklagend, angreifend bis querulantisch missgestimmt - und oft werden sie über lange Zeiten gehegt und gepflegt. Partner, Kinder, Eltern, Freunde, Nachbarn und Kollegen werden mit eingebunden. Es wird ein "Klüngel" erschaffen und mit viel Kraft und Aufwand aufrecht erhalten, der nur für den sekundären Krankheitsgewinn eines Einzelnen zuständig zu sein scheint. Der weitere Verlauf dieser Aktionen entpuppt sich als sehr kontraproduktiv bis gefährlich; die Zukunftsaussichten gestalten sich noch verworrener als sie eh schon sind :-(( Im Zuge der aufgezeigten Entwicklung kann sich eine Art von seelischer Starrheit und innerer Erkaltung ergeben, ganz abgesehen von Selbstunsicherheit und Selbstentwertung, sowie Unfähigkeitsgedanken und mangelnder Belastbarkeit sowieso. Die Fähigkeit zum Erleben(!) oder zu eigenen lebhaften Interessen werden zunehmend eingeschränkt und ordnen sich dem Wunsch (Drang, Sucht?) nach sekundärem Krankheitsgewinn unter, welcher (fast) nur noch eine Fokussierung der Lebensinhalte auf die Schmerz/Gewinn-Abhängigkeiten zum Ziel haben kann. Das erklärt auch, warum zum Teil akribische Erklärungsversuche rund um die eigene Erkrankung betrieben werden - "man" muss ja allzeit einen Grund vorweisen können um bemitleidet zu werden... und bekommt somit wieder den angestrebten und ersehnten "Gewinn"... Das erklärt auch, warum man nie jemanden um sich haben kann, der diese Spielchen durchschaut und der sich in dieses Gefüge nicht einbinden lässt. Man möchte sich ja seinen "Gewinn" nicht verderben lassen; also wird vehement 'angegriffen' und das leider oft bis zur eigenen Lächerlichmachung. Das eigentliche und somit grundlegende Problem, durch welches es überhaupt zu einer Angst/Panikerkrankung hat kommen können, bleibt dabei immer außen vor (...gewollt behütet?!). Deshalb nützt auch die beste Therapie nichts, wenn man nicht selber diesen Teufelskreis erkennt und durchbricht, und wenn die eigenen Selbstheilungskräfte nicht aktiviert werden. Abschließend ein Wort an alle, die jetzt aufschreien: es geht hier um den sekundären Krankheitsgewinn und nicht um die Umstände einer Angsterkrankung an sich. Letztere birgt sicherlich weniger nette Züge in sich. Trotz meiner düsteren, aber belegbaren Darstellung, allen einen freundlichen Gruß von tric7 [u.a. aus unterschiedlichen Quellen zusammengestellt] -- Das Ende der Spaßgesellschaft. Peter Scholl-Latour am Tag danach









tric7
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